Neue Beiträge

Bio? Logisch!

Mehr Tierwohl auf den letzten Metern

Der Anbauverband Biokreis möchte Schlachtprozesse noch tierwohlgerechter gestalten und letztendlich seine Richtlinien in diesen Punkten verschärfen. Auf dessen Einladung trafen sich Anfang März virtuell Schlachter, Verarbeiter und Händler. Ziel ist ein neuer Premiumstandard des Verbands, allerdings ist die Betäubung mittels CO2 ein großer Knackpunkt.

Bio? Logisch!

Bio gerne billig – Discounter immer wichtiger

Das Umsatzwachstum mit Bio-Lebensmitteln hat sich etwas abgekühlt, beim Bio-Fachhandel steht sogar ein Rückgang im Vergleich mit dem Vorjahr von 22,2 Prozent zu Buche. Die Discounter können hingegen punkten, die sich zudem zur wichtigsten Verkaufsstätte für Bio-Fleisch entwickelt haben. Gestiegene Kosten für Futtermittel, Rohstoffe und Energie haben die Preise im Handel nach oben getrieben, was wiederum die Kundschaft vermehrt zu günstigen Produkten greifen lässt. Wo Bio steht, erklärte Diana Schaack von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft auf der Bio-Schweinetagung diese Woche in Bad Mergentheim.

Bio? Logisch!

„Einen Broiler in die Frischetheke zu legen funktioniert nicht“

Angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat sich Bio-Futter extrem verteuert, teils sind Bio-Eiweißfuttermittel knapp und entsprechend wertvoll. Seit 1. Januar 2022 ist die Aufzucht der Bruderhähne der Hochleistungs-Legerassen bei allen Anbauverbänden mit Ausnahme von Biopark Pflicht, auch auf vielen nach EU-Bio zertifizierten Betrieben wachsen sie auf. Mag es ethisch richtig sein, wirtschaftlich und ökologisch ist die Praxis seit Kriegsbeginn noch fragwürdiger geworden: Die Hähne benötigen vergleichsweise zu viel Futter und liefern am Ende zu wenig Fleisch. Daher sollen sich in der ökologischen Landwirtschaft Zweinutzungsrassen mit einer ausgewogenen Eier- und Mastleistung so schnell wie möglich etablieren. Allerdings stockt das Vorhaben, da sich das Fleisch vom Zweinutzungshahn derzeit nur schwer vermarkten lässt. Woran das hapert weiß Wertschöpfungsketten-Managerin Anja Ettner vom Anbauverband Biokreis.

Bio? Logisch!

Bio braucht konventionell und konventionell braucht bio

Bio-Produkte und der konventionelle Lebensmittelhandel sind eine Liebe auf dem zweiten Blick. Mittlerweile sind beide unzertrennlich, schon längst ist die ökologische Landwirtschaft auf diesen Wachstumstreiber angewiesen. Vor allem, wenn die Bundesregierung ihr Ziel von 30 Prozent ökologisch bewirtschafteter Agrarfläche bis 2030 erreichen möchte. Und der konventionelle Handel benötigt Bio nicht zuletzt auch, um sich zu profilieren und Kunden zu binden. Ist es eher eine Zwangsehe oder doch echte Liebe? Welche Schlüsselrolle Bio bei konventionellen Händlern spielt, erklärte Professor Dr. Achim Spiller, Inhaber des Lehrstuhls Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte an der Georg-August-Universität Göttingen, anlässlich des 13. Marktgesprächs der BioHandel Akademie.