Autor: Jens Brehl

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antonius Laden schließt sich als erstes Fuldaer Unternehmen der Gemeinwohl-Ökonomie an

Ende November 2019 hielt der Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie, Christian Felber, an der Hochschule Fulda einen Vortrag – auch, um hiesige Unternehmerinnen und Unternehmer von seinem in allen Belangen auf das Gemeinwohl ausgerichteten Wirtschaftsmodell zu überzeugen. Danach wurde es diesbezüglich lange still im Landkreis Fulda. Nun hat sich als regionaler Pionier der antonius Laden auf den Weg zum entsprechenden Zertifikat gemacht. Nächstes Frühjahr soll eine öffentlich einsehbare Bilanz aufzeigen, welche konkreten Effekte der Bio-Laden auf das Gemeinwohl hat oder eben nicht.

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Herbsttagung Green Food Cluster: Nicht verunsichern lassen und Bio weiter ausbauen

„Es ist eine Illusion zu glauben, alle fahren Elektroauto, essen ein Schnitzel weniger und dann bleibt alles beim Alten. Wir sind auf dem Weg bis zu vier Grad Erderwärmung und verfehlen somit das Pariser Klimaziel deutlich“, mahnte der scheidende Manager des Green Food Clusters, Dr. Armin Kullmann, zu Beginn der Herbsttagung an. Zu den zahlreichen globalen Umweltkrisen gesellen sich weitere Herausforderungen. Hochwertige Bio-Lebensmittel lassen sich in der derzeitigen angespannten wirtschaftlichen Lage teils nur schwer vermarkten. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine trifft auch die dort aufkeimende ökologische Landwirtschaft. Zudem sieht sich das Fuldaer Unternehmen Green Pioneers, welches sich dem ökologischen Anbau von Nutzhanf verschrieben hat, der Strafverfolgung ausgesetzt.

Bio? Logisch!

Rinder Match: Die ökologische Landwirtschaft und die passende Milchkuh

Früher gaben seine Kühe durchschnittlich 7.500 Liter Milch im Jahr, heute sind es nur noch 6.000 bis 6.500 Liter. Für den Landwirt Siegfried Meyer aus dem bayerischen Opfenried ist dies dennoch ein richtiger Schritt nach vorne. Seitdem er 1988 seinen Betrieb auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt hatte, liegt sein Fokus stark auf langlebige, robuste und gesunde Tiere. Die ökologische wie wirtschaftliche Rechnung geht für ihn auf. Allerdings widmet sich die Rinderzucht mehrheitlich einseitiger Hochleistungen entweder auf Milch oder Fleisch in der intensiven konventionellen Tierhaltung. Für die ökologische Landwirtschaft ist dies ein Problem.

Bio? Logisch!

Von der Weide in die Kantinen: 100 Prozent Bio-Rindfleisch ist möglich

Die Vorteile von regionalem Bio-Weiderindfleisch liegen auf der Hand: kurze Transportwege, Transparenz, Tierwohl und mehr Grund- statt Kraftfutter. Das im Februar 2020 in Berlin gestartete Projekt GanzTierStark hatte sich zur Aufgabe gemacht, Bio-Weiderindfleisch in öffentlichen wie betrieblichen Kantinen in Berlin und Brandenburg zu etablieren. Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer, Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin, hatte es mit initiiert, betreut es wissenschaftlich und zog in einer Podiumsdiskussion mit weiteren beteiligten Akteuren auf der diesjährigen Biofach eine Zwischenbilanz.