Autor: Jens Brehl

Bio? Logisch!

Gepa verzeichnet wiederholt Umsatzrückgang – hohe Kakaopreise herausfordernd

Abermals ist die Gepa mit zurückgehender Nachfrage konfrontiert: 2023 belief sich der Umsatz der fair gehandelten Produkte auf 76,4 Millionen Euro, was ein Minus im Vergleich zum Vorjahr von 2,2 Prozent entspricht. Bereits 2022 ging der Umsatz um vier Prozent zurück. „Im laufenden Jahr 2024 zeichnen sich größere Hürden ab“, sagte Matthias Kroth, kaufmännischer Geschäftsführer, auf der gestrigen Jahrespressekonferenz. Die exorbitanten Preissprünge beim wichtigen Rohstoff Kakao erschweren verlässliche Kalkulationen.

Bio? Logisch!

Knärzje will weiter wachsen: Finanzierungsrunde kommt

Altbrot von der Bäckerei Biokaiser ersetzt rund ein Viertel des Bio-Malzes des hellen Kellerbiers Knärzje vom namensgleichen Food-Start-up aus Frankfurt am Main. In einem herausfordernden Marktumfeld soll die Marke weiter wachsen, eine weitere Finanzierungsrunde folgt in diesem Jahr. Dieses Mal stehen auch Anteile zum Kauf. Ziel ist ein Joint Venture, um Ressourcen zu bündeln. „Wir machen jedes Sortiment einer Brauerei nachhaltiger, spannender und authentischer“, sagt Knärzje-Geschäftsführer Daniel Anthes selbstbewusst. Die Gespräche seien derzeit „sehr ergebnisoffen“. Fest steht jedoch: Der Fokus des Vertriebs verlagert sich vom Handel in die Außer-Haus-Verpflegung.

Bio? Logisch!

„Das ist die größte Bedrohung für Bio“

Weltweit agierende Lebensmittelkonzerne von Danone bis Nestlé haben den Begriff „regenerativ“ gekapert und nach eigenen, gesetzlich nicht geregelten Standards definiert. Gentechnik, Kunstdünger und Pestizide können weiterhin zum Einsatz kommen. „Bio war jahrzehntelang das einzige alternative Narrativ zum konventionellen Anbau. Diese Zeiten sind vorbei“, mahnte Ronald van Marlen, Inhaber und General Director Nana Bio, in seinem Impulsvortrag anlässlich der Mitgliederversammlung der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) Ende April.

Bio? Logisch!

„Eine Rolle rückwärts, die sich gewaschen hat“

„Man soll das Unmögliche fordern, um das Mögliche zu erreichen“, sagte Ute Rönnebeck, geschäftsführende Vorständin Demeter im Westen, in einer Diskussionsrunde auf der Fachmesse BioWest am 7. April in Düsseldorf. Das Ziel der Bundesregierung 30 Prozent der Agrarflächen bis 2030 ökologisch zu bewirtschaften sei richtig, man habe aber Schwierigkeiten es rechtzeitig zu erreichen. Die größte Gefahr sei fehlender politischer Mut.