Autor: Jens Brehl

Bio? Logisch!

Bio-Schaf: Von der Weide auf die Teller

„In Brandenburg werden um die 70.000 Schafe gehalten, jährlich verlässt ein Siebtel die Herden als Altschafe – und werden bei uns nicht gegessen. Dabei ist es sinnvoll, diese heimische Ressource aus klimafreundlicher Weidehaltung auch vor Ort zu nutzen“, erklärt Peter Schmidt, Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg und Koordinator des Projekts reffiSchaf. „Schäfer und Schäferinnen leben von der Landschaftspflege, der Beruf droht auszusterben.“ Daher sei es an der Zeit, das Bio-Fleisch in Wert zu setzen.

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Auch mit kleinen „Schönheitsfehlern“ ist Bio-Gemüse hochwertig und lecker. Noch schmackhafter wird es mit der richtigen Würze. Daher gibt es in diesem Monat drei Pakete mit Bio-Gewürzmischungen aus dem Hause Sonnentor zu gewinnen.

Meinung

Niedliche Küken möchten verspeist werden

Ein gutes Gewissen vermitteln zu können ist seit jeher verkaufsfördernd. So auch im Falle von Bio-Eiern, die nach den Richtlinien der Anbauverbände Bioland, Naturland, Demeter und Biokreis zertifiziert sind. Die ökologische Aufzucht der Bruderhähne ist verpflichtend, zu jeder Legehenne ein Hahn. Auch unter EU-Bio ist dies mitunter gelebte Praxis. Wer allerdings die ökologische Aufzucht der Bruderhähne fordert, muss auch konsequent deren Fleisch nutzen – und zwar jetzt.

Bio? Logisch!

Bruderhahnprojekt der Bio-Handel Nordwest läuft aus

„Der Grundgedanke die Bruderhähne aufzuziehen anstatt als Embryo im Ei auszusortieren ist ein guter. In diesem spannenden Thema steckt viel Potenzial“, sagt die ausgebildete Landwirtin und Agrarwirtschafterin Larissa Ochel, die das Bruderhahn-Projekt der Bio-Handel Nordwest leitet. „Die Infrastruktur, um hofnah schlachten und verarbeiten zu können, ist mittlerweile vorhanden.“ Da sich die Bruderhähne allerdings nur schwerlich vermarkten ließen, läuft das vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit rund 150.000 Euro geförderte Projekt planmäßig nach drei Jahren zum 30. September aus. Etwa 110.000 Bruderhähne konnten abgesetzt werden, mittlerweile sind keine mehr eingestallt. Hauptproblem: hohe Kosten und schwache Nachfrage.