Kategorie: Bio? Logisch!

Bio? Logisch!

Bio-Schaf: Von der Weide auf die Teller

„In Brandenburg werden um die 70.000 Schafe gehalten, jährlich verlässt ein Siebtel die Herden als Altschafe – und werden bei uns nicht gegessen. Dabei ist es sinnvoll, diese heimische Ressource aus klimafreundlicher Weidehaltung auch vor Ort zu nutzen“, erklärt Peter Schmidt, Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg und Koordinator des Projekts reffiSchaf. „Schäfer und Schäferinnen leben von der Landschaftspflege, der Beruf droht auszusterben.“ Daher sei es an der Zeit, das Bio-Fleisch in Wert zu setzen.

Bio? Logisch!

Bruderhahnprojekt der Bio-Handel Nordwest läuft aus

„Der Grundgedanke die Bruderhähne aufzuziehen anstatt als Embryo im Ei auszusortieren ist ein guter. In diesem spannenden Thema steckt viel Potenzial“, sagt die ausgebildete Landwirtin und Agrarwirtschafterin Larissa Ochel, die das Bruderhahn-Projekt der Bio-Handel Nordwest leitet. „Die Infrastruktur, um hofnah schlachten und verarbeiten zu können, ist mittlerweile vorhanden.“ Da sich die Bruderhähne allerdings nur schwerlich vermarkten ließen, läuft das vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit rund 150.000 Euro geförderte Projekt planmäßig nach drei Jahren zum 30. September aus. Etwa 110.000 Bruderhähne konnten abgesetzt werden, mittlerweile sind keine mehr eingestallt. Hauptproblem: hohe Kosten und schwache Nachfrage.

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Die Bio-Nachfrage wächst wieder

Nachdem im vergangenen Jahr vor allem Preissteigerungen den deutschen Markt für Bio-Lebensmittel um fünf Prozent auf 16,08 Milliarden Euro wachsen ließen, legten in den ersten vier Monaten dieses Jahres wieder die Mengen zu. Discounter spielen eine immer tragendere Rolle und sind für Bio-Fleisch der größter Absatzkanal, wie Diana Schaack, Analystin bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft, auf der gestrigen Tagung des Aktionsbündnisses Bioschweinehalter Deutschland in Bad Kreuznach mitteilte.

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Klimawandel verändert Gemüse – gewöhnt euch dran

„Was wir täglich wegschmeißen ist unvorstellbar“, sagte Lance Sidio, Einkaufsleiter Obst und Gemüse des Bio-Großhändlers Naturkost Elkershausen auf der AgrarBündnis-Tagung diesen Mittwoch im hessischen Kassel. Täglich wandert eine Palette Bio-Obst und -Gemüse in den Abfall, ein Großteil der Ware ist genießbar. Durch überzogene Schönheitsideale seitens der Kundschaft sind die Produkte allerdings nicht vermarktbar. Die Folgen des Klimawandels verschärfen diese Problematik schon heute.