Dank Chili: Zweinutzungshühner für alle Fälle
Die neuen Chili Zweinutzungshühner der gemeinnützigen Ökologische Tierzucht (ÖTZ) sind mit angepeilten 270 statt 250 Eiern pro Jahr deutlich legebetonter als bisherige Zweinutzungsrassen der ÖTZ. Dabei war stets eine ausgeglichene Balance zwischen Legeleistung und Fleischansatz das Zuchtziel. Der Schritt fiel ÖTZ-Geschäftsführerin Inga Günther-Bender nicht leicht – war aber nötig.
Bio-Eier vom Zweinutzungshuhn bleiben bei Rewe gelistet
Testphase bei Rewe Südwest erfolgreich überstanden: 130 Märkte in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland bieten nun dauerhaft Bio-Eier vom Zweinutzungshuhn an. Das Angebot soll den Möglichkeiten entsprechend weiter ausgebaut werden. Doch in einem Punkt gilt es noch eine entscheidende Hürde zu nehmen.
Zehn Jahre Ökologische Tierzucht: „Gekommen, um zu bleiben“
„Manchmal treffen sich mehrere Impulse, und es entsteht etwas Großes daraus“, sagte Dr. Alexander Gerber vergangenen Mittwoch auf den Öko-Feldtagen auf dem Wassergut Canitz im sächsischen Wasewitz. Zu feiern gab es zehn Jahre Einsatz für Zweinutzungsrassen bei Geflügel und immerhin fünf Jahre bei Rindern: Die gemeinnützige Ökologische Tierzucht feierte ihr Jubiläum, ließ Meilensteine Revue passieren und zeigte sich ob der großen Herausforderungen zuversichtlich.
Niedliche Küken möchten verspeist werden
Ein gutes Gewissen vermitteln zu können ist seit jeher verkaufsfördernd. So auch im Falle von Bio-Eiern, die nach den Richtlinien der Anbauverbände Bioland, Naturland, Demeter und Biokreis zertifiziert sind. Die ökologische Aufzucht der Bruderhähne ist verpflichtend, zu jeder Legehenne ein Hahn. Auch unter EU-Bio ist dies mitunter gelebte Praxis. Wer allerdings die ökologische Aufzucht der Bruderhähne fordert, muss auch konsequent deren Fleisch nutzen – und zwar jetzt.
Bruderhahnprojekt der Bio-Handel Nordwest läuft aus
„Der Grundgedanke die Bruderhähne aufzuziehen anstatt als Embryo im Ei auszusortieren ist ein guter. In diesem spannenden Thema steckt viel Potenzial“, sagt die ausgebildete Landwirtin und Agrarwirtschafterin Larissa Ochel, die das Bruderhahn-Projekt der Bio-Handel Nordwest leitet. „Die Infrastruktur, um hofnah schlachten und verarbeiten zu können, ist mittlerweile vorhanden.“ Da sich die Bruderhähne allerdings nur schwerlich vermarkten ließen, läuft das vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit rund 150.000 Euro geförderte Projekt planmäßig nach drei Jahren zum 30. September aus. Etwa 110.000 Bruderhähne konnten abgesetzt werden, mittlerweile sind keine mehr eingestallt. Hauptproblem: hohe Kosten und schwache Nachfrage.
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