Vom Bio-Pionier nicht zum Randspieler werden
Die private Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist im vergangenen Jahr gestiegen: Ein sattes Umsatzplus von 6,7 Prozent auf 18,23 Milliarden Euro war zu verzeichnen. Die Bio-Pionier-Unternehmen Rapunzel Naturkost, Bauck Mühle und Huober Brezel wollen mit dem Wachstum Schritt halten. Doch leidet ab einer gewissen Größe die ökologische Nachhaltigkeit, wie wirkt sich der Preisdruck des Handels aus? Die Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) lud auf der diesjährigen Biofach zur Diskussion.
Die Schattenseiten der Bio-Lebensmittelbranche beleuchtet – richtig so!
„Überraschung“: In der Bio-Lebensmittelbranche von der Landwirtschaft, über Verarbeitung bis zum Handel arbeiten Menschen, die in ihren politischen Ansichten einen Querschnitt der Gesellschaft abbilden. Einige stehen der seit Kurzem vom Bundesverfassungschutz als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD nah bis sehr nah, am anderen Ende des Spektrums sind die Strammgrünen.
Umgang mit Rechts in der Bio-Branche: Politischer Dienstag bei der AöL
(Neu)Rechte Akteure geben vor, die Heimat „schützen“ zu wollen, doch verteufeln im gleichen Atemzug ökologische Politik von Energiewende bis Klimaschutz. „Auch Sie sind als Feind gemeint“, machte Historiker Volker Weiß auf der Mitgliederversammlung der Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) vergangenen Dienstag den Anwesenden im hessischen Fulda klar. Zugleich kam die Frage auf, was „die Bios“ überhaupt sind: noch eine politische Bewegung oder „nur“ eine Branche.
„Wir brauchen den Handel, der unser Tun anerkennt“
„Der Klimawandel kommt nicht, er ist da“, betonte Georg Hoffmann, Nachhaltigkeitsmanager Alfred Ritter (Marke Ritter Sport), auf der Partnertagung der Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) am 23. Oktober auf Schloss Kirchberg. Die Land- und Lebensmittelwirtschaft muss sich dringend weiter ökologisieren. Doch wie wird Nachhaltigkeit zum Wettbewerbsvorteil? titelte die Podiumsdiskussion.
„Das ist die größte Bedrohung für Bio“
Weltweit agierende Lebensmittelkonzerne von Danone bis Nestlé haben den Begriff „regenerativ“ gekapert und nach eigenen, gesetzlich nicht geregelten Standards definiert. Gentechnik, Kunstdünger und Pestizide können weiterhin zum Einsatz kommen. „Bio war jahrzehntelang das einzige alternative Narrativ zum konventionellen Anbau. Diese Zeiten sind vorbei“, mahnte Ronald van Marlen, Inhaber und General Director Nana Bio, in seinem Impulsvortrag anlässlich der Mitgliederversammlung der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) Ende April.
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