Essen zwischen Genuss und Zweiklassengesellschaft
Größer könnten die Spannungsfelder kaum sein. Während wir in Deutschland im Überfluss leben und uns sogar den „Luxus“ erlauben rund ein Drittel unserer Lebensmittel als Abfall zu entsorgen, hungern weltweit 800 Millionen Menschen. Bio-Hersteller und Öko-Landwirte sollen wirtschaftlich arbeiten und nebenbei die Umweltprobleme lösen. Kunden sollen im hektischen Alltag tief greifende Gedanken über eine gesunde Ernährung machen, während ihnen nahezu im Wochentakt neue Trends und so genannte „Superfoods“ mit Marketing-Trommelfeuer um die Ohren gehauen werden. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) lud unter dem Motto „Wie essen wir morgen?“ gestern gemeinsam mit Slow Food Deutschland und Anbauverband Demeter Vertreter der Bio-Branche ins Morgensternhaus nach Fulda, um diese und weitere Spannungsfelder zu beackern.
Artensterben: Ausweg ökologische Landwirtschaft
Todesschreie waren nicht zu hören, es wurde einfach still. Klimawandel ist ein großer Thema, der der Rückgang der Artenvielfalt steht oft weniger im Fokus. Dabei sind die Populationen von Wildtieren und Insekten besorgniserregend geschrumpft, wie Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europaparlament, in seinem Vortrag am 4. Oktober im Umweltzentrum Fulda erklärte. Die industrielle Landwirtschaft sorgt zwar für ertragreiche Ernten, aber der Preis ist extrem hoch – Ausweg: ökologisch Wirtschaften. Den kompletten Vortrag kann man bei „Brehl backt!“ kostenfrei nachhören.
„EU-Bio reicht uns nicht“
Über 180 Eigenmarken führt der Lebensmittelhändler tegut in Bio-Qualität und setzt dabei ausschließlich auf Verbandsware. Die Kriterien für das ökologische Wirtschaften sind bei Bioland, Naturland und besonders Demeter deutlich höher als beim EU-Bio-Siegel. Während der Drogist dm Alnatura-Produkte mit seiner Eigenmarke aus den Verkaufsregalen verdrängt hat, bekräftigte Thomas Gutberlet, Geschäftsführer von tegut, die weitere Zusammenarbeit.
Essen gegen unseren Verstand
Im Großen und Ganzen wissen die meisten, wie sie sich gesund ernähren können: Statt zuckerhaltiger Limonade Wasser trinken, mehr Obst essen und statt zum zweiten Stück Fleisch zum Salat greifen. Im Fernsehen und Internet zeigen Filme immer wieder die Zustände in der Massentierhaltung. Trotzdem greifen wir beim Discounter zum billigen Schnitzel. Wenn wir doch so viel über Ernährung wissen, warum handeln wir nicht danach? Dieser Frage ging auf der Frankfurter Buchmesse das Bio-Magazin „Schrot & Korn“ auf einer Podiumsdiskussion nach.
veggie specials: Tofu mit Eigenmarke gerettet
Was passiert mit produziertem Räuchtertofu Mandel Sesam, wenn er statt 200 Gramm nur 180 Gramm wiegt? Auf jeden Fall gelangt er nicht in den Lebensmittelhandel, da kein Händler für nur eine Charge ein Produkt in sein Sortiment aufnimmt. Ein klarer Fall für den Spezialversender veggie specials, der mit dem flugs generierten Eigenlabel „Tofu Mama“ 1.200 Packungen gerettet hat.
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von OpenStreetMap. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

