Autor: Jens Brehl

Regionalkiste

Schnapsidee oder Zündfunke für mehr regionale Bio-Produkte? tegut und Green Food Cluster Fulda starten Herbstaktion

Die nächsten vier Wochen präsentieren elf Fuldaer Filialen des Lebensmittelhändlers tegut 30 ausgewählte regionale Produkte von Mitgliedsunternehmen des heimischen Green Food Clusters, etwas mehr als die Hälfte in Bio-Qualität. Neben bereits bestehenden Lieferanten hat es die Brennerei Bold mit Bio-Schnäpsen testweise ins Sortiment geschafft. „Wir freuen uns über jedes regionale Produkt“, sagte Daniel Henkel, Bereichsleiter Einkauf tegut, anlässlich des heutigen Starts der Aktion.

Bio? Logisch!

Biokreis: Es braucht gute Argumente für unsere Mitglieder, dem Fachhandel weiter treu zu sein

Die Kundschaft ist beim Lebensmittelkauf aufgrund gestiegener Energiekosten und hoher Inflation sparsamer geworden. Besonders der Bio-Fachhandel bekommt dies zu spüren, dort sinken die Umsätze. Im ersten Halbjahr ist ein Minus von 14,9 Prozent zu verzeichnen. Der Anbauverband Biokreis hat sich vor drei Jahren zum Bio-Fachhandel bekannt und schließt seitdem strategische Kooperationen mit dem Discountern aus und schränkt sie beim konventionellen Handel ein. Ist das in der aktuellen Situation noch tragbar? Biokreis-Geschäftsführer Josef Brunnbauer und die beiden Wertschöpfungskettenmanagerinnen Anja Ettner und Anna Sophie Feigl im Gespräch.

Bio? Logisch!

Nestlé: Klimaschutz jetzt extrem vorantreiben

Angesichts von Energiekrise und hoher Inflation läuft Klimaschutz Gefahr als zweitrangig wahrgenommen zu werden. Die Herausforderungen des Klimawandels für den Lebensmittelhandel und wie man ihnen begegnet wurden anlässlich der Jubiläumsfeier 75 Jahre tegut teils hitzig diskutiert. Besonders Marc-Aurel Boersch, Vorstandsvorsitzender Nestlé Deutschland, geriet schwer in die Kritik. „Es ist super einfach zu sagen, Nestlé ist der Arsch von allen“, entgegnete er und verwies auf bereits erreichte Nachhaltigkeitsziele und welche der Konzern als nächstes angehe.

Bio? Logisch!

Zweinutzungshuhn: „Wir meinen das wirklich ernst“

Bio-Branche und Anbauverbände sind sich weitgehend einig: Einseitig auf Höchstleistung ausgerichteter Tierzucht möchte man so gut es geht den Rücken kehren, in der Bio-Geflügelhaltung sollen so flächendeckend wie möglich Zweinutzungsrassen einziehen. Die weisen wieder eine ausgeglichene Balance zwischen Legeleistung und Fleischansatz auf, so dass sich die Mast der Hähne lohnt. Eier und Fleisch von Zweinutzungsrassen sind in der aktuellen wirtschaftlich angespannten Lage allerdings nur schwer bis gar nicht zu vermarkten, da sie am teuersten sind. Bio-Landwirt Carsten Bauck lässt sich davon nicht abschrecken.