„Bei allem gilt es, Hoffnung und Zuversicht nach vorne zu tragen“
Der russische Angriffskrieg in der Ukraine wirkt sich in Deutschland auf die Versorgungslage mit Bio-Rohstoffen und -Futtermitteln aus, die sich teils extrem verteuert haben und knapp geworden sind. Auch Demeter-Produzenten sind betroffen, wie Johannes Kamps-Bender vom Bundes-Vorstand und die geschäftsführende Vorständin Demeter im Westen, Ute Rönnebeck, im Interview berichten. Ein bewusster Umgang mit knappen Ressourcen und ein Gespür für wahre Preise seien gefragt.
Bio alleine rettet nicht die Welt
Gibt die Bio-Branche tatsächlich Antworten auf drängende Probleme wie Artensterben und Klimawandel? Zuletzt geriet Bio mehrfach in Kritik. Im Interview spricht Dr. Alexander Beck, geschäftsführender Vorstand der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, Erfolge sowie Schwachstellen an und warnt vor zu großer Marktkonzentration. Für eine vollständige ökologische Transformation sei zudem das Produzieren von Bio-Lebensmitteln erst der Anfang.
„Für unsere Zukunft“ war erst der Anfang
Ein neues Buch entsteht: Die Reise zu den Pionieren und Wegbereiterinnen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft geht weiter. In der vergangenen Woche haben mich meine Recherchen nach Mittelfranken geführt – genauer gesagt zur Minderleinsmühle. Seit 1776 ist sie nunmehr in siebter Generation im Besitz der Familie Hubmann. Seit fast 30 Jahren beschreitet Andreas Hubmann konsequent den Bio-Weg. Merkmale seines Unternehmens: bewusst vielfältiges Sortiment und enge Kooperationen.
Auf dem rechten Auge wachsam
Querdenken, extremer Verschwörungsglauben und rechte Ideologien machen nicht an den Toren der Bio-Branche halt. Bioland möchte es vermeiden, Menschen mit solchem Gedankengut als Mitglieder aufzunehmen und hat dazu im Frühjahr 2020 die Arbeitsgruppe rechte Tendenzen ins Leben gerufen. Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik und Kommunikation, und Leonie Höber von der Bioland Beratung geben Einblicke in ihre Arbeit und appellieren an die Branche das Thema ernst zu nehmen.
Wandel in der Fleischindustrie: Die Branche sucht Orientierung
In der Fleischbranche ist eine Revolution im Gange. Bereits seit Jahren herrscht in der konventionellen wie ökologischen Fleischwirtschaft weitläufig der Konsens, dass im Sinne von Klimaschutz & Co. deutlich weniger Tiere gehalten werden müssen und weniger Fleisch und Wurst auf den Tellern landen sollte. Die Branche diskutiert nicht mehr ob, sondern vor allem wie der Umbau gestaltet werden kann und welche Stolpersteine es zu beachten gilt – so auch Ende Januar auf dem Frische Forum Fleisch.
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