Ausblick Biofach 2022: Klimaschutz und Zero Waste
Die Biofach wird sich im kommenden Jahr dem Schwerpunktthema widmen, wie die Lebensmittelproduktion resilienter und vor allem klimafreundlicher gestaltet werden kann. Erwartet werden zudem Aussteller aus 70 Ländern, die ihre Produkte präsentieren. Auf der heutigen Online-Pressekonferenz gab Messeleiterin Daniela Brunner Ausblicke auf Neuerungen.
Vorerst keine weiteren Bio-Produkte von Harry-Brot
So schnell wird Großbäckerei Harry-Brot keine weiteren Bio-Produkte auf den Markt bringen. Im August vergangen Jahres war der Marktführer mit dem Bio-Sandwich in den Sorten Vollkorn und Mehrkorn gestartet. Mit der Umsatzentwicklung zeigt sich das Unternehmen zufrieden, wobei es auf Nachfrage keine konkreten Verkaufszahlen nennt. Produktnachfolger wird es dennoch vorerst nicht geben.
Entschuldigen Sie, sind diese Preise echt?
Nicht der Biohandel, sondern ausgerechnet der Discounter Penny führte im letzten Jahr in einer einmaligen Aktion der Kundschaft vor Augen, dass die Preise für Lebensmittel oft lügen. So wurden für ausgewählte Lebensmittel zusätzlich am Regal ein wahrer Preis angegeben, der auch Folgekosten für Umwelt- und Klimaschäden entlang der gesamten Wertschöpfungskette miteinbezog. Doch wie sieht ein fairer Preis aus, wie kann man gutes Wirtschaften belohnen und wie kennzeichnet man die so hergestellten Produkte? Diesem Thema widmete sich das diesjährige Herbstsymposium der Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel. Exklusiv bei „über bio“ gibt es eine Diskussionsrunde kostenfrei zum Nachhören.
Plastik nur noch ausnahmsweise
Ende dieses Jahres sollte mit Endverpackungsmaterial aus Plastik bei frischem Obst und Gemüse Schluss sein. Das hatte der Anbauverband Demeter Mitte April 2019 beschlossen und in seinen Richtlinien ein entsprechendes Verbot mit einer zweijährigen Übergangsfrist verankert. Bis auf wenige Ausnahmen ist das Ziel erreicht, wobei ausgerechnet eine anfangs vielversprechende Alternative endgültig vom Tisch ist.
BioSüd: sensationelle Neuprodukte und verpasste Chancen
nachhaltiger Verpackung freuen, ein Kleinunternehmen präsentierte eine echte Bio-Sensation für den europäischen Markt, Bier kann man nicht nur trinken und vieles mehr. Darüber hinaus bedauerte Gerlinde Wagner, Geschäftsführerin Die Biohennen AG, im persönlichen Gespräch den teilweise unflexiblen Naturkostfachhandel, der Chancen sein ökologisches Profil zu schärfen mitunter ungenutzt verstreichen lässt.
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