Niedliche Küken möchten verspeist werden
Ein gutes Gewissen vermitteln zu können ist seit jeher verkaufsfördernd. So auch im Falle von Bio-Eiern, die nach den Richtlinien der Anbauverbände Bioland, Naturland, Demeter und Biokreis zertifiziert sind. Die ökologische Aufzucht der Bruderhähne ist verpflichtend, zu jeder Legehenne ein Hahn. Auch unter EU-Bio ist dies mitunter gelebte Praxis. Wer allerdings die ökologische Aufzucht der Bruderhähne fordert, muss auch konsequent deren Fleisch nutzen – und zwar jetzt.
Biokreis gewährt Blicke hinter die Kulissen
Bereits zum zweiten Mal durfte ich von der Mitgliederversammlung von Biokreis berichten, um die finalen Debatten im Hinblick ob Richtlinien erweitert oder ergänzt werden abbilden zu können. Bislang ist er der einzige Anbauverband, der mutig genug ist diese Transparenz zu bieten.
Green Food Cluster: Das könnte spannend werden
Wohl kaum ein Akteur würde ernsthaft bestreiten, dass sich die komplette Lebensmittelwirtschaft vom Erzeuger, über Verarbeiter bis hin zum Handel konsequent weiter ökologisieren muss. Das im hessischen Fulda beheimatete Green Food Cluster könnte hierbei zu einer interessanten Drehscheibe für Wissen und Innovationen werden und besonders durch das Vernetzen der aus unterschiedlichen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft stammenden Mitglieder bisher ungenutzte Synergieeffekte freisetzen.
Dem Schnitzel in die Augen geschaut
Discounter und der konventionelle Lebensmittelhandel haben Tierwohl für sich entdeckt, das ist eine gute Nachricht. Wobei sie jedoch ehrlich gesagt, jeweils nur Teilbereiche der Nutztierhaltung verbessern wollen. Dafür ist das Marketing-Getöse um so lauter. Die Palette reicht von den 2019 eingeführten Haltungsstufen der Initiative Tierwohl bis zum Bekenntnis zu 5D beim Schweinefleisch. Hier liegt von der Geburt, Aufzucht bis Verarbeitung die komplette Wertschöpfungskette in Deutschland. Aber echtes Tierwohl garantiert beides nicht. Dann doch lieber gleich Bio-Fleisch?
Mehr Bio-Butter bei die Fische!
„Wunsch, Wirklichkeit oder Wahnvorstellung? – Wie kann Öko zur Lösung beitragen?“ lautete der Titel einer Podiumsdiskussion anlässlich der Öko-Marketingtage Anfang Dezember 2021 auf dem Schloss Kirchberg. Hochkarätige Gäste versprachen spannende Einblicke in die Bio-Branche und ökologische Herausforderungen unserer Zeit. Allerdings blieb der Erkenntnisgewinn der Diskussion unter den Möglichkeiten. Stattdessen Informationsflut und zu viele vage und damit im Grunde nichts sagende Aussagen.
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