Mit dem Bruderhahn auf dem Weg zum Zweinutzungshuhn
Anfang 2022 ist das Kükentöten in Deutschland flächendeckend verboten. Zweinutzungsrassen, bei denen Hühner genügend Eier legen und die Hähne ausreichend Fleisch ansetzen, sollen künftig in der ökologischen Landwirtschaft hauptsächlich anzutreffen sein. Bis dahin ist es – auch züchterisch – noch ein weiter Weg. Den soll ausgerechnet der Kompromiss, für die Mast eher ungeeignete Bruderhähne aufzuziehen, ebnen.
Kräftiges Plus beim Bio-Umsatz
Zahlen, die sich sehen lassen können: Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln wuchs im vergangen Jahr um 22 Prozent. Insgesamt gaben Konsumentinnen und Konsumenten 14,99 Milliarden Euro für Bio-Lebensmittel aus, deren Marktanteil somit bei 6,4 Prozent gelandet ist. Auch teure Produkte wie Bio-Fleisch waren gefragt.
Offizieller Auftrag der katholischen Kirche: Bewahrt diese Erde
„Macht Euch die Erde untertan“, ist wohl eines der größten Missverständnisse in der Geschichte der Menschheit – meint zumindest Papst Franziskus. Bereits 2015 mahnte er in seiner Enzyklika Laudato Si die ökologische Nachhaltigkeit auf allen Ebenen an, erteilte Technokratie und dem Wirtschaftsliberalismus eine klare Abfuhr. In seinem Vortrag gab Dr. Bernhard Ehler, Pfarrer der Pfarrei St. Lorenz in Kempten, einen Einblick in das umfassende Werk. Doch warum handelt die Kirche nicht selbst konsequent ökologisch? Den kompletten Vortrag und die anschließende Diskussion bietet „über bio“ zum kostenfreien Nachhören an.
Ohne vielfältiges Bodenleben kein Aufbau von Humus – Lösung Regenerative Landwirtschaft
Wenn bereits mittags zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte einen Vortrag besuchen, muss das Thema entsprechend brisant sein – schließlich macht sich die Arbeit auf dem heimischen Hof nicht von alleine. Agrar-Ingenieur Dietmar Näser behandelte die alles entscheidende Frage: Wie gelingt der Aufbau von Humus, um nicht nur fruchtbare Böden zu erhalten, sondern die Bodenqualität zu verbessern? Sein Rezept ist die Regenerative Landwirtschaft, in deren Fokus die Artenvielfalt der Bodenlebewesen steht.
Bio muss auch billig – tegut zieht mit „Bio zum kleinen Preis“ mit
Mit „Bio zum kleinen Preis“ führte der Lebensmittelhändler tegut eine neue Bio-Eigenmarke ein, die bis zu 20 Prozent unter dem Preisniveau von Alnatura liegt. Damit katapultiert sich tegut wieder in die Riege der Preisführer zurück – denn längst diktieren Discounter wie Lidl und Aldi die Bio-Einstiegspreise.
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