Idee für einen Ernährungsrat Fulda auf dem Prüfstand
Das Bündnis für Klima und Nachhaltigkeit Fulda (BKN) kann sich vorstellen, die Agrarwende intensiver und dauerhaft mit einem Ernährungsrat Fulda in der Region voranzubringen: mehr heimische Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, dazu passende Bildungsangebote. Als Vorbild könnte das Modell aus Marburg fungieren. Bei einem gestrigen Treffen beantwortete Wulf Hahn, Vorstand Ernährungsrat Marburg und Umgebung (EMU), jede Menge Fragen.
Von welchem Boden möchten Sie essen?
Unter dem Motto „Gesunder Boden – gesunder Genuss“ lud die Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel vergangen Freitag zu ihrem Symposium nach Fulda. Es galt in die faszinierende Welt der Bodenlebewesen und Humusaufbau einzutauchen, aber auch den Finger in die Wunde zu legen. Sorgt Bio per se für gesunde Böden und kann man mit ökologischer Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel besonders punkten? Dies und mehr waren Themen der Podiumsdiskussion.
„Und, wie hat es geschmeckt?“
Können die im Rahmen des Projekts Wertschöpfungskette Erbse Bohne (WKErBo) des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) und der Hochschule Fulda entwickelten bio-veganen Bällchen und Medaillons die Geschmäcker vom Kleinkind bis zum Senior treffen? In drei Fuldaer Großküchen sind diese Woche die Praxistests angelaufen, hunderte Mahlzeiten werden bewertet.
antonius Laden: So geht es ohne Alnatura weiter
Hier und da kann man sie entdecken: kleine Lücken in den Regalen des Fuldaer antonius Ladens, wo nur noch eine Handvoll Produkte stehen. Mit dem Jahreswechsel hat der Bio-Laden einen harten Einschnitt vollzogen, denn die Produkte von Alnatura haben zwangsweise das Angebot verlassen. Das Trockensortiment ist deutlich entschlackt, der Fokus wird noch stärker auf Frische und eigene Bio-Lebensmittel aus der ökologischen antonius-Familie von Bauernhof, Gärtnerei, Bäckerei und Feinveredlung liegen.
Neues Bio-Bier aus Lauterbach: Dunkel alkoholfrei bereichert Vogelsberger Naturburschen
Ende April zieht in den tegut-Märkten das im hessischen Lauterbach gebraute Bio-Dunkel alkoholfrei im Sixpack ein. „Diese Chance muss man den Vogelsberger Naturburschen nochmal geben“, sagt Ruth Herget-Klesper, Geschäftsführerin Vogelsberger Landbrauereien. Denn: Das Bio-Sortiment kann zwar geschmacklich überzeugen und ist nach wie vor ein Herzensprojekt, aber seit Jahren ist der ökologische Umsatzanteil überschaubar. Daher stand Bio hin und wieder zur Disposition.
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