Kategorie: Bio? Logisch!

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Bio? Logisch!

„Viele kotzt Bio an“

Bis zum Jahr 2030 möchte die Bundesregierung 30 Prozent ökologische Landwirtschaft, in Agrarfläche ausgedrückt ist ein Drittel erreicht. Seit etlichen Jahren kommt allerdings die Bio-Schweinemast mit einem Anteil von lediglich einem Prozent nicht von der Stelle. Wichtigster Vertriebskanal für ökologische Fleisch- und Wurstwaren ist der konventionelle Handel. Doch auch beim Wachstumstreiber müsse Bio noch etliche Hürden nehmen, wie auf der diesjährigen Tagung diskutiert wurde, zu der das Aktionsbündnis Bioschweinehalter Deutschland nach Bad Mergentheim eingeladen hatte.

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Bio? Logisch!

„Die großen Krisen warten nicht, bis wir soweit sind“

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten setzen Kundinnen und Kunden weiterhin auf ökologisch nachhaltig produzierte Lebensmittel. Sie gaben laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft in den ersten fünf Monaten dieses Jahres rund 35 Prozent mehr für Bio-Frischeprodukte aus, als im gleichen Zeitraum von 2019. Preissteigerungen sollen hierbei eine kleineren Anteil am Zuwachs haben. Tina Andres, Vorsitzende Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), interpretierte dies auf der heutigen Eröffnungs-Pressekonferenz der Biofach in Nürnberg als ein klares politisches Signal seitens der Konsumenten. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die Bundesregierung ihr Ziel von 30 Prozent Öko-Agrarfläche bis 2030 nach heutigen Stand der Förderung wohl nicht erreichen wird.

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Bio? Logisch!

Mehr Tierwohl auf den letzten Metern

Der Anbauverband Biokreis möchte Schlachtprozesse noch tierwohlgerechter gestalten und letztendlich seine Richtlinien in diesen Punkten verschärfen. Auf dessen Einladung trafen sich Anfang März virtuell Schlachter, Verarbeiter und Händler. Ziel ist ein neuer Premiumstandard des Verbands, allerdings ist die Betäubung mittels CO2 ein großer Knackpunkt.

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Bio? Logisch!

Bio gerne billig – Discounter immer wichtiger

Das Umsatzwachstum mit Bio-Lebensmitteln hat sich etwas abgekühlt, beim Bio-Fachhandel steht sogar ein Rückgang im Vergleich mit dem Vorjahr von 22,2 Prozent zu Buche. Die Discounter können hingegen punkten, die sich zudem zur wichtigsten Verkaufsstätte für Bio-Fleisch entwickelt haben. Gestiegene Kosten für Futtermittel, Rohstoffe und Energie haben die Preise im Handel nach oben getrieben, was wiederum die Kundschaft vermehrt zu günstigen Produkten greifen lässt. Wo Bio steht, erklärte Diana Schaack von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft auf der Bio-Schweinetagung diese Woche in Bad Mergentheim.