Bio-Bier-Start-up Knärzje hat Insolvenz beantragt
Die Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen ist die Mission von Knärzje: Bio-Altbrot ersetzt einen Teil des Braumalzes und erhält als Bio-Bier eine zweite Chance. Nun musste das Frankfurter Start-up am 27. Januar Insolvenz beantragen. Nach wie vor sei man auf der Suche nach einem starken Partner, bekräftigt Geschäftsführer Daniel Anthes.
Deutschland sucht den neuen Bio-Betrieb
Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln habe in vielen Produktkategorien im vergangen Jahr angezogen, die Zeit der Absatzkrise sei eindeutig vorbei. Dennoch stellen zu wenige heimische landwirtschaftliche Betriebe auf Bio um oder bekunden wenigstens ein starkes Interesse daran. „Hier wächst eine Diskrepanz, die wir inzwischen auch beim Bedienen der Nachfrage als sehr problematisch verspüren“, sagte Andreas Hopf, Geschäftsführer Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern.
„Wir forcieren den Gang in den konventionellen Lebensmittelhandel mit bestehenden Partnern“
Eine schwer einschätzbare Zukunft des Bio-Fachhandels, der Trend zu pflanzlichen Ersatzprodukten und die – zumindest auf moralischer Ebene bestehende – Pflicht, neben Milch aus ökologischer Landwirtschaft auch Rindfleisch zu vermarkten: in dieser Gemengelage befindet sich der Bio-Käsevermarkter ÖMA. Wie sich der Mittelständler dort orientiert und welcher Weg sich als Sackgasse erwiesen hat, erklärt Philipp Thiel, Leiter Vertrieb und Marketing, im Interview.
Biokreis: Fusion mit Naturland abgelehnt, Kooperation mit Bioland geschlossen
Die Anbauverbände Bioland und Biokreis rücken enger zusammen: So soll über gemeinsame Qualitätssicherungs-Maßnahmen eine einfache gegenseitige Rohwarenanerkennung auf Basis der Branchenvereinbarung erreicht werden. Sprich: Beide Verbände schaffen sich neue Absatzwege, sichern die Verfügbarkeit von Bio-Rohwaren in Verbandsqualität weiter ab und möchten Komplexität in der Praxis abbauen. Gespräche mit Naturland bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit waren hingegen ergebnislos. Im Raum stand auch eine mögliche Fusion von Biokreis und Naturland.
„Wir brauchen den Handel, der unser Tun anerkennt“
„Der Klimawandel kommt nicht, er ist da“, betonte Georg Hoffmann, Nachhaltigkeitsmanager Alfred Ritter (Marke Ritter Sport), auf der Partnertagung der Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) am 23. Oktober auf Schloss Kirchberg. Die Land- und Lebensmittelwirtschaft muss sich dringend weiter ökologisieren. Doch wie wird Nachhaltigkeit zum Wettbewerbsvorteil? titelte die Podiumsdiskussion.
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