Autor: Jens Brehl

BID Bruderhaehne Elke Bartussek ueber bio
Bio? Logisch!

Bruderhahn: Töten von Embryonen bleibt bei Demeter ausgeschlossen

Ursprünglich waren sich die vier mitgliederstärksten Anbauverbände einig: Der Bruderhahn der Legehenne muss ökologisch aufgezogen werden. Seit Ende April erlaubt Biokreis als Alternative das Töten von Embryonen, Naturland prüft diesen Schritt – und stimmt sich eng mit Bioland ab. Demeter bleibt bei der Absage und steht damit fest zum Bruderhahn. „Wir respektieren ungeborenes Leben“, sagt im Interview Jörg Hütter, Leitung Politik, Richtlinien und Qualitätsentwicklung. Ökologische Geflügelhaltung sieht er als ganzheitliches System, in dem Henne und Hahn zusammengehören. Steht hier womöglich Ideologie der Wirtschaftlichkeit im Weg? Verbraucht der Bruderhahn nicht zu viele Ressourcen? Und was macht eigentlich die Lösung Zweinutzungsrassen, die man in der ökologischen Landwirtschaft noch mit der Lupe sucht?

BID Bruderhaehne Elke Bartussek ueber bio
Bio? Logisch!

Naturland: Wann kann das Töten von Embryonen erlaubt sein?

Reift ein männlicher Embryo heran, wird er samt Ei geschreddert – unter welchen Umständen wäre diese Praxis als Alternative der bis dato verpflichtenden Aufzucht der Bruderhähne für Naturland-Betriebe in Ordnung und könnte zugelassen werden? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Naturland-Delegiertenversammlung beauftragten das Präsidium bis zur nächsten Versammlung im Herbst entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.

v.l.: Matthias Kroth, Barbara Schimmelpfennig, Dr. Peter Schaumberger und Andrea Fütterer von der Gepa.
Bio? Logisch!

Bio und Fairtrade: „Es ist einfach kein Selbstläufer“

Mit einem Umsatz von 104 Millionen Euro im vergangenen Jahr konnte das faire Handelshaus Gepa auf der gestrigen Jahrespressekonferenz einen neuen Rekord verkünden. Im Vergleich zu 2024 legte der Umsatz um 19,2 Millionen Euro zu, was einem satten Plus von 22,7 Prozent entspricht. Wermutstropfen: Der Zuwachs ist größtenteils zweier Preiserhöhungen zu verdanken, bei den wichtigsten Produkten Kaffee und Schokolade verzeichnet Gepa „moderate Absatzrückgänge im einstelligen Prozentbereich“. Es bleibe herausfordernd.

Eine Schüssel Pasta und Gemüse, im Hintergrund eine Packung Tofu = Symbolbild der Bio-Eigenmarke Natura von Transgourmet
Bio? Logisch!

Fünf Jahre Natura bei Transgourmet: „Wir sind extrem zufrieden, wie sich Bio in unserem Haus entwickelt“

Die Lebensmittel müssen jederzeit in großen Mengen verfügbar sein, der Preis muss zum mitunter begrenzten Budget passen – Bio in der Außer-Haus-Verpflegung ist oftmals alles andere als ein Selbstläufer. Um den ökologischen Hebel in den Großküchen einfacher umlegen zu können, hat der internationale Gastronomiegroßhändler Transgourmet im Frühjahr 2021 die Bio-Eigenmarke Natura ins Leben gerufen. Über Bestseller, aktuelle Trends, Herausforderungen neue Lieferanten zu finden, warum Anbauverbände für Natura keine Rolle spielen und mehr, klärt Jannik Weiss, Marketingleiter Eigenmarken, im Interview auf.