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Bio? Logisch! Regionalkiste

„Superfood kann ich alles nennen“

Ob Matcha, Quinoa, Chia, Avacoda oder Acai-Beeren: Die Botschaften der Werbung preisen ausgesuchte Lebensmittel gerne als reich an bestimmten Inhaltsstoffen und deshalb als besonders gesund an. Stichwort Superfood. Professor Dr. Marc Birringer vom Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda entzauberte in seinem Vortrag den Mythos. „Letztendlich ist ‚Superfood‘ nur ein Marketing-Begriff.“ Altbekannte einheimische Lebensmittel seien oft ebenso gesund und deutlich günstiger.

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Bio? Logisch!

Lieber Handel, bitte samenfest und Öko-Zucht

Kaum ein Käufer von Bio-Gemüse möchte Monsanto oder Syngenta auf dem Teller. In der ökologischen Landwirtschaft kommt allerdings auch konventionelles Hybrid-Saatgut dieser und anderer Unternehmen zum Einsatz. Dabei benötigt die Branche eigenes Saatgut, welches ohne chemische Mittel auskommt. Der Frage wie neue Öko-Sorten in den Handel und damit zu den Konsumenten kommen, gingen die Teilnehmer der 19. Saatguttagung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft am 26. Januar in Kassel nach.

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„Wir müssen aus der Sackgasse raus“

Alltag in der Landwirtschaft: Hochleistungskühe, die pro Jahr 10.000 Liter Milch und mehr geben, halten dies nur wenige Jahre durch. Säue bringen mehr Ferkel zur Welt, als sie ernähren können – ein Teil des Nachwuchses stirbt. Kälber von für die schnelle Mast gezüchtete Rinder sind teilweise so groß, dass sie mit Kaiserschnitt geboren werden müssen. Auch Masthähnchen setzen zu schnell zu viel Fleisch an, so dass sie sich kaum bewegen können. „Die heutigen Wirtschaftsrassen sind vollkommen überzüchtet. Wir befinden uns in einer Sackgasse“, sagt Landwirt Andreas Böhm. Gemeinsam mit seiner Frau Iryna hält er auf dem Archehof in Eichenzell-Kerzell vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen.

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Loheland: 90 Jahre biologisch-dynamischer Anbau

1927 wandte Maria Lohrmann zum ersten Mal im Garten der anthroposophischen Siedlung Loheland bei Fulda biologisch-dynamische Präparate an. Loheland war eine Versuchsstelle für einen naturgemäßen Landbau nach Rudolf Steiner. Unter der Marke des Anbauverbands Demeter sind Produkte aus biologisch-dynamischem Anbau schon lange im Handel und auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen. „Das ist ein positives Beispiel für eine Graswurzelbewegung“, begrüßte gestern Dr. Steffen Borzner, Vorstand der Loheland Stiftung, die Gäste. Anlässlich des Jubiläums hatte Loheland für Rückschau, aber auch kritischer Betrachtung der Gegenwart und Pläne für die weitere Zukunft in sein Tagungshotel Wiesenhaus eingeladen.

Bio? Logisch!

Flotte Bienen für eine gute Ernte

Monokulturen, Insektizide und andere Giftstoffe gefährden Bienen. Vom „Bienensterben“ haben wohl die meisten schon gehört. „Dass es Bienen in den Städten teilweise besser als auf dem Land geht, sollte uns zu denken geben“, sagte Dr. Bernhard Zimmer vom Bayerischen Institut für nachhaltige Entwicklung in einem Vortrag. Der Großteil unserer Lebensmittel ist von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten abhängig. Ohne sie würden Ernten deutlich geringer ausfallen. Zimmer zeigte leichte Schritte auf, die Landwirte, Gärtner und jeder Einzelne für eine bessere Bienengesundheit unternehmen kann. Den vollständigen Vortrag gibt es bei „Brehl backt!“ zum Nachhören.