Dorffrieden versus ökologische Landwirtschaft
Papst und die Bischöfe der katholischen wie der evangelischen Kirche sind sich einig: Die Bewahrung der Schöpfung muss auch konkret und flächendeckend auf kirchlichem Ackerland stattfinden. Im besten Fall gilt es die insgesamt 600.000 Hektar unter ökologischen Gesichtspunkten zu verpachten. Die entsprechenden Ziele sind gesetzt, wenn doch nur nicht die komplizierte örtliche Praxis einen Strich durch die Rechnung machen würde.
Und die Küken sterben doch!
Augen auf beim Eierkauf: Kunden bei Rewe oder Penny werden wohl bald bundesweit sogenannte „RespEGGt“-Eier in den Läden finden, vielerorts sind sie schon in den Regalen. Auf der Packung ein gelbes Herz mit dem Schriftzug „Ohne Kükentöten“. De facto werden die männlichen Küken allerdings nach wie vor getötet, zwar nicht wie bisher direkt nach dem Schlüpfen, sondern bereits als Embryo im Ei. Von Verbrauchertäuschung mag man seitens Rewe allerdings nicht sprechen.
Solidarische Landwirtschaft raus aus der Nische
Waren 2011 lediglich zwölf Betriebe bekannt, die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) betrieben, sind es neun Jahre später bereits 267 – 49 sind derzeit dabei zu gründen. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann und Zeit, das Modell aus der Nische zu holen. Daher versammelten sich am 2. Fachtag Solidarische Landwirtschaft Bauern, Mitglieder, Interessenten, Wissenschaftler und eine handvoll Politiker, um darüber zu diskutieren.
Klimaschutz – Der Boden ist der Schlüssel
Angesichts des Klimawandels ist die ökologische Landwirtschaft ein wichtiges Instrument. Sie spart durch den Verzicht auf Kunstdünger und Pestizide nicht nur Energie ein, sondern durch aufgebauten Humus lässt sich auch CO2 im Boden speichern. Welche Form des Bioanbaus dafür am besten geeignet ist, erklärte Professor Dr. Andreas Gattinger vom Forschungsinstitut für biologischen Anbau (FiBL). Seinen vollständigen Vortrag kann man kostenfrei nachhören.
Der Milchbauer und sein Einsatz für den Klimaschutz
Nitrat im Grundwasser, Rückgang der Artenvielfalt, Verlust von Humus, Klimawandel: Die ökologische Landwirtschaft liefert viele Antworten auf drängende Umweltprobleme. Besser geht allerdings immer, denn auch unter Biobauern ist aktiver Klimaschutz etwas für die Fortgeschrittenen. Der mit dem bayerischen Klimaschutzpreis ausgezeichnete Milchbauer Richard Haneberg weihte im Vortrag in seine besonderen Arbeitsweisen ein.
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