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Bienen, Pädagogik und Solidarische Landwirtschaft

Seit 1. Februar ist Robert Gödicke neuer Leiter des landwirtschaftlichen Bereichs in Loheland. Der 34jährige gebürtige Thüringer hat viele Ideen mitgebracht, so baut er unter anderem die Imkerei wieder auf. Noch im März ziehen seine sechs Bienenvölker auf das Gelände, bis zu 20 sollen es werden. Auch die Verzahnung von Landwirtschaft und Rudolf-Steiner-Schule möchte er wieder intensivieren.

Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Gemeinsam mit Gärtnerin Inga Koch und Forstwirt Thomas Klinke wird Gödicke den grünen Bereich – zu dem Landwirtschaft, Gärtnerei und Forst gehört – leiten. Dieser soll künftig aus eigener Kraft wirtschaftlich tragfähig sein. Auch dafür überlegt man zumindest einen Teil der Loheland-Gärtnerei nach dem Modell der Solidarischen Landwirtschaft zu betreiben, wie Brehl backt! berichtete. Selbst Mitglied im Verein Solidarische Landwirtschaft unterstützt Gödicke das Vorhaben, wie es auch schon seit Vorgänger Thorsten Keuer tat. „Das Konzept ist ein klarer Schritt zu mehr Wirtschaftlichkeit und eignet sich bestens, um Kunden einzubinden“, sagt Gödicke. Wann allerdings damit gestartet werden kann, steht noch offen. Grünes Licht gab es seitens Ursula Grupp, Geschäftsführerin der Loheland-Stiftung, bereits im letzten Sommer.

Natur erfahrbar machen

Gödickes Lebenslauf ist bunt, allerdings scheint es fast so, als hätte er sich damit auf seine Stelle in Loheland vorbereitet. Am Standort Witzenhausen der Universität Kassel studierte er ökologische Agrarwirtschaft, wobei es zu dieser Zeit auch noch einen Lehrstuhl für biologisch-dynamische Landwirtschaft gab. Sein einjähriges Vorpraktikum absolvierte er auf einem Demeterhof in der Nähe von Hildesheim. Bereits drei Mal zog es ihn auf eine schweizer Alp, wo er in einem Sommer bis zu 6 Tonnen Käse herstellte. „Landwirt zu sein bedeutet auch die Verbindung von Mensch und Natur ins Bewusstsein zu rufen und erfahrbar zu machen“, erklärt er seine Motivation. Als zertifizierter Erlebsnispädagoge, Hochseilgartentrainer und initiatischer Prozessbegleiter bringt er auch entsprechendes Wissen mit, die pädagogische Zusammenarbeit mit der Rudolf-Steiner-Schule wieder zu intensivieren.

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