Autor: Jens Brehl

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Bio? Logisch! Regionalkiste

Essen zwischen Genuss und Zweiklassengesellschaft

Größer könnten die Spannungsfelder kaum sein. Während wir in Deutschland im Überfluss leben und uns sogar den „Luxus“ erlauben rund ein Drittel unserer Lebensmittel als Abfall zu entsorgen, hungern weltweit 800 Millionen Menschen. Bio-Hersteller und Öko-Landwirte sollen wirtschaftlich arbeiten und nebenbei die Umweltprobleme lösen. Kunden sollen im hektischen Alltag tief greifende Gedanken über eine gesunde Ernährung machen, während ihnen nahezu im Wochentakt neue Trends und so genannte „Superfoods“ mit Marketing-Trommelfeuer um die Ohren gehauen werden. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) lud unter dem Motto „Wie essen wir morgen?“ gestern gemeinsam mit Slow Food Deutschland und Anbauverband Demeter Vertreter der Bio-Branche ins Morgensternhaus nach Fulda, um diese und weitere Spannungsfelder zu beackern.

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Artensterben: Ausweg ökologische Landwirtschaft

Todesschreie waren nicht zu hören, es wurde einfach still. Klimawandel ist ein großer Thema, der der Rückgang der Artenvielfalt steht oft weniger im Fokus. Dabei sind die Populationen von Wildtieren und Insekten besorgniserregend geschrumpft, wie Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europaparlament, in seinem Vortrag am 4. Oktober im Umweltzentrum Fulda erklärte. Die industrielle Landwirtschaft sorgt zwar für ertragreiche Ernten, aber der Preis ist extrem hoch – Ausweg: ökologisch Wirtschaften. Den kompletten Vortrag kann man bei „Brehl backt!“ kostenfrei nachhören.

Thomas Gutberlet Alnatura
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„EU-Bio reicht uns nicht“

Über 180 Eigenmarken führt der Lebensmittelhändler tegut in Bio-Qualität und setzt dabei ausschließlich auf Verbandsware. Die Kriterien für das ökologische Wirtschaften sind bei Bioland, Naturland und besonders Demeter deutlich höher als beim EU-Bio-Siegel. Während der Drogist dm Alnatura-Produkte mit seiner Eigenmarke aus den Verkaufsregalen verdrängt hat, bekräftigte Thomas Gutberlet, Geschäftsführer von tegut, die weitere Zusammenarbeit.