Autor: Jens Brehl

Fleischkonsum ueber bio
Augen & Ohren

Fleisch essen ja oder nein?

Die Probleme in der deutschen Fleischwirtschaft sind gewaltig. Zu viele Tiere und aus Sicht des Tierwohls häufig auf zu engem Raum, Abhängigkeiten von wenigen großen Schlachtkonzernen, massenhafter Einsatz von Antibiotika, einseitige Tierzucht in der Hand weniger Unternehmen, regionale Nitratüberschüsse im Grundwasser, Preisdruck durch den Handel, Abholzung von Regenwäldern für den Anbau von Soja für europäische Futtertröge und und und. Wer soll da noch durchblicken und ist es überhaupt vertretbar weiterhin Fleisch zu essen? Tanja Busse liefert in ihrem neuen Buch „Fleischkonsum“ 33 Antworten auf ebenso viele Fragen und damit eine weitere Entscheidungsgrundlage.

gewinnspiel september 2021
Gewinnspiel

Gewinnspiel September 2021

Wie schnell Zweinutzungshühner so flächendeckend wie möglich in der ökologischen Landwirtschaft zum Einsatz kommen und einseitig gezüchtete Hochleistungs-Tiere ablösen, entscheidet sich auch an der Nachfrage nach Bio-Geflügelfleisch. Noch ist sie nicht in Balance mit dem Absatz von Bio-Eiern. Einen Vorgeschmack liefert Die Biohennen AG, denn in diesem Monat gibt es hochwertige Bio-Fertiggerichte im Glas von echten Zweinutzungshähnen zu gewinnen.

archehof ub 2
Meinung

Mal eben nebenbei Huhn und Hahn austauschen

In Deutschland ist eine Revolution im Gange. Jahrzehntelange einseitige Tierzucht hatte der Landwirtschaft Legehennen beschert, die unter industriellen Bedingungen bis zu 320 Eier im Jahr produzieren. Doch deren männliche Tiere taugen nicht für die Mast und sind daher unter strengen wirtschaftlichen Gesichtspunkten von Geburt an so gut wie wertlos. Deshalb wurden in Deutschland jährlich etwa 45 Millionen Küken direkt nach dem Schlupf getötet. Ab nächstem Jahr ist das verboten. In der ökologischen Landwirtschaft gilt es, alle Bruderhähne aufzuziehen – pro Henne ein Hahn. Zudem besinnt man sich dort wieder auf Altbewährtes, welches allerdings wieder neu geschaffen werden muss: das Zweinutzungshuhn. Für alle Akteure ist das eine enorme Kraftanstrengung. Mal eben gilt es im laufenden Betrieb ein komplettes System umzubauen. Wie gut, dass die Bio-Branche faule Kompromisse ausgeschlagen hat und sich damit selbst enorm unter Druck setzt.