Autor: Jens Brehl

Wie kann ein Ernährungsrat Fulda gestaltet werden? Wulf Hahn gab Antworten.
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Idee für einen Ernährungsrat Fulda auf dem Prüfstand

Das Bündnis für Klima und Nachhaltigkeit Fulda (BKN) kann sich vorstellen, die Agrarwende intensiver und dauerhaft mit einem Ernährungsrat Fulda in der Region voranzubringen: mehr heimische Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, dazu passende Bildungsangebote. Als Vorbild könnte das Modell aus Marburg fungieren. Bei einem gestrigen Treffen beantwortete Wulf Hahn, Vorstand Ernährungsrat Marburg und Umgebung (EMU), jede Menge Fragen.

v.l.n.r.: Simon Krischer (Geschäftsführer Biokreis), Lucia Birkmeir (Öko-Landwirtin), Detlef Harting (Moderator), Thomas Börkey-Biermann (Geschäftsführer Ökoring).
Bio? Logisch!

Bio geht auch unfair

Die Endverbraucher gehen oftmals davon aus, dass in der Bio-Branche auch faire Löhne gezahlt werden. Jedoch: „In Bio ist nicht alles schön und schöner, als in anderen Bereichen. Da ist sicher einiges schief gelaufen“, sagte Thomas Börkey-Biermann, Geschäftsführer des Bio-Großhandels Ökoring, anlässlich einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wofür Bio steht: Faire Preise, faire Löhne“ auf der Fachmesse BioSüd Ende September. Schnell wurde klar: Auch in Teilen der ökologischen Landwirtschaft sorgt (Selbst-)Ausbeutung für billige Lebensmittel.

Drei Menschen halten Gläser mit Nougat Creme von Havelmi in Gläsern von Circujar.
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Bio-Hersteller gehen neue Wege

Zwergenwiese Naturkost wagt den ersten Schritt ins Kühlregal und verwandelt dafür Brotaufstriche in Aufschnitt, Havelmi muss mit dem Haferjoghurt zwangsweise pausieren und setzt stattdessen auf eine neue Nougat Creme, Purvegan ist nun Hersteller und Händler, Barnhouse präsentiert ein zuckerreduziertes Schoko-Müsli ohne Schokolade und bei Ostmost bewahrt ausgerechnet die importierte Orange den heimischen Streuobstapfel. Kurz gesagt: Auf der Fachmesse BioSüd in Augsburg war gestern einiges los!