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Für mehr Grün im Brot

Die Münchner Hofpfisterei hat mit der Öko-Edamame-Sonne ein neues Brot auf den Markt gebracht. Dank Edamame-Bohnen und geröstetem Sojaschrot bietet es ein angenehmes Mundgefühl und „mehr“ zu kauen. Darüber hinaus ist es eine Quelle für pflanzliches Protein. „Wir möchten aufzeigen, in welcher Vielfalt man Rohstoffe verarbeiten kann“, erklärt Klaudia Klaene, zuständig für Produktentwicklung und Qualitätssicherung.

Brot mit Edamame-Bohnen aus der Hofpfisterei München
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Quinoa, Röstzwiebeln, Haselnuss-Kräuter-Mischung: So einige Kombinationen hatten die Bäckerinnen und Bäcker in der Hofpfisterei angedacht und ausprobiert, um ein neues Brot zu kreieren. Am Ende entschieden Edamame-Bohnen und geröstetes Sojaschrot das geschmackliche Rennen für sich. Auch das satte Grün konnte optisch überzeugen: Der Hubkneter hebt die blanchierten Bohnen unter, so dass sie anders als beim Untermischen größtenteils heil bleiben. Nach acht Wochen war das Rezept final.

„Bohnen und das verwendete Sojaschrot stammen aus europäischem Bio-Anbau, einen Großteil beziehen wir aus Deutschland“, freut sich Klaene. Wäre nur nach EU-Bio zertifizierte Ware aus China verfügbar, hätte es das Brot nicht gegeben.

Derzeit ist die Öko-Edamame-Sonne nur im Kerngebiet der Hofpfisterei in Bayern und Baden-Württemberg erhältlich. Noch diesen Sommer soll es auch in den Berliner Verkaufsstellen Einzug halten. Dafür werden die Brote in München in den Altdeutschen Steinbacköfen vor- und in der Bundeshauptstadt in Thermo-Roll Öfen auf Steingut zu Ende gebacken.

Mehr Protein „nur“ angenehmer Nebeneffekt

Die Verbraucherzentrale Hessen ist bei Lebensmitteln mit einer Extraportion Protein skeptisch und rät vom Kauf ab. Die Produkte seien meist überflüssig und teuer. Für sportlich Aktive reiche es beispielsweise für den Muskelaufbau aus, „eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse zu essen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Ein 1,5-Kilo-Laib Edamame-Brot schlägt mit 13,20 Euro zu Buche – ein Marketing-Gag?

Dem widerspricht Thomas Lillpopp, Marketing-Leiter der Hofpfisterei. Ein spezielles Proteinbrot zu kreieren sei nicht das Ziel gewesen. Vielmehr verlief die Suche nach den Zutaten für ein geschmacklich und optisch außergewöhnliches Brot ergebnisoffen. Das Plus an Protein – der Anteil liegt bei 9,6 Prozent – sei ein angenehmer Nebeneffekt.

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