Bio? Logisch!

Zum Tod von Dr. Ursula Hudson

Die Welt hat eine engagierte Streiterin für saubere und faire Lebensmittel sowie für ökologische Landwirtschaft weniger. Nach langer, schwerer Krankheit ist Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland und Vorstandsmitglied von Slow Food International, am vergangenen Freitag verstorben.

Dr. Ursula Hudson auf der Biofach 2020.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Kaum eine Fachtagung zum Thema gesunde und faire Ernährung kam ohne die Referentin Ursula Hudson aus. Dabei hatte sie nicht „nur“ hochwertige Lebensmittel für alle Menschen im Blick, sondern stets das große Ganze: Umwelt- und Klimaschutz, wie auch das Wohl von Landwirten und Nutztieren. Engagement, Leidenschaft und Empathie zeichneten sie aus. Immer wieder stellte sie mutig Systemfragen.

So warb Sie beispielsweise als Vorrednerin einer Podiumsdiskussion auf der diesjährigen Fachmesse Biofach nachdrücklich für das Modell der Solidarischen Landwirtschaft. Landwirte und Landwirtinnen hätten ein sicheres Auskommen und könnten sich auf diese Weise vom Preisdruck des Marktes befreien: Raus aus der Wachsen-oder-weichen-Falle!

In einer Pressemitteilung von Slow Food Deutschland heißt es: „Ursula Hudson entwickelte engagiert Ideen für die Zukunft unserer Ernährungswelt und damit für die Zukunft unseres Miteinanders sowie für die Slow-Food-Bewegung. Diese ohne sie weiterzuentwickeln und umzusetzen stimmt traurig. Ursula Hudson wird Slow Food als Mensch und Visionärin fehlen. Der Vorstand und die Geschäftsstelle sind tief betroffen und in Gedanken bei der Familie und engsten Freunden und Freundinnen.“

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