Bio-Karotte mit konventionellen Wurzeln – aber nicht mehr lange
Paukenschlag mit Ansage: Ab dem 1. Januar 2037 darf die ökologische Landwirtschaft in der gesamten Europäischen Union ausschließlich Bio-Saat- und Pflanzgut verwenden. Noch sind die Abhängigkeiten von konventionellem Material – Beispiel Bio-Karotte mit 95 Prozent – immens. Um den Weg für das durchaus ambitionierte Ziel zu ebnen, trafen sich im hessischen Dipperz Akteure der Wertschöpfungsketten nebst Verbänden zur Saatgutkonferenz des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).
WKErBo: „Wir haben alle Ziele erreicht“
Nichts weniger als die rein pflanzliche Variante der eierlegenden Wollmilchsau galt es im Rahmen des Projekts Wertschöpfungskette Erbse Bohne (WKErBo) zu kreieren: Bio-vegane Bällchen und Medaillons, die für Jung und Alt schmackhaft und ernährungsphysiologisch wertvoll sind und gleichzeitig den vielfältigen Anforderungen in Großküchen gerecht werden. Beim gestrigen WKErBo-Vernetzungstreffen an der Hochschule Fulda wurde klar: Der Aufwand war enorm, doch alle Ziele wurden erreicht. Eine zusätzliche Aufgabe ist allerdings noch hinzugekommen.
WKErBo: Wo bio-vegane Bällchen überzeugen konnten – und wo weniger
Bewährungsprobe absolviert: Die im Rahmen des Projekts Wertschöpfungskette Erbse Bohne (WKErBo) entwickelten bio-veganen Bällchen stellten sich in Praxistests in drei Fuldaer Großküchen dem Urteil der hungrigen Gäste von Jung bis Alt. Nun liegen die Ergebnisse vor. Zwei Personengruppen sind besonders skeptisch, zwei besonders angetan.
„Und, wie hat es geschmeckt?“
Können die im Rahmen des Projekts Wertschöpfungskette Erbse Bohne (WKErBo) des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) und der Hochschule Fulda entwickelten bio-veganen Bällchen und Medaillons die Geschmäcker vom Kleinkind bis zum Senior treffen? In drei Fuldaer Großküchen sind diese Woche die Praxistests angelaufen, hunderte Mahlzeiten werden bewertet.
„Wir haben drei Produkte, die gut aussehen“
Die Konsumententests Anfang des Jahres an der Hochschule Fulda hatten ergeben, dass auf den Tellern in der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) demnächst testweise bio-vegane Medaillons in der Variante Zwiebel-Senf und zwei Bällchen in den Varianten proteinreich und glutenfrei landen. Nun mussten sich im nächsten Meilenstein des Projekts „Wertschöpfungskette Erbse Bohne“ (WKErBo) die unter Laborbedingungen und händisch in Kleinstmengen erprobten Rezepturen in der industriellen Produktion beweisen. Hier gab es durchaus Hürden zu meistern, exklusiv bei organic veggie food im bayerischen Bad Endorf vor Ort war „über bio“.
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