Schlagwort: Biosaatgut 2037

Sascha Damaschun (Bodan), Dr. Freya Schäfer (FiBL). Detlef Harting, Hannah Grebe (Bioverita) und Brunhard Kehl (AöL).
Bio? Logisch!

Bio-Branche zwischen neuer Gentechnik und Bio-Saatgut

In zehn Jahren darf in der ökologischen Landwirtschaft ausschließlich Bio-Saatgut und Bio-Pflanzgut zum Einsatz kommen. Teils sind die Abhängigkeiten von konventionellem Material wie beispielsweise im ökologischen Gemüsebau enorm. Darüber hinaus könnten 2028 die ersten Pflanzen aus neuer Gentechnik (NGT) auf den Markt kommen, wobei einige in den Verkaufsregalen nicht als solche deklariert werden müssen. Daraus ergeben sich gewaltige Aufgaben für die gesamte Bio-Branche, und eventuell auch neue Chancen. Dies war Thema einer Podiumsdiskussion auf der diesjährigen BioSüd in Augsburg.

weinreben ueber bio
Bio? Logisch!

„Auch mir wäre es lieber, wenn alles durchgängig bio ist“

Für den Bio-Weinbau steht kein ökologisches Pflanzmaterial parat. Dabei ist ab 1. Januar 2037 Schluss mit konventionellem Saat- und Pflanzgut in der ökologischen Landwirtschaft: Dann erlaubt die EU-Öko-Verordnung keine Ausnahmen mehr. Wie es diesbezüglich mit dem ökologischen Weinbau weitergehen kann, und warum man für guten Bio-Wein auch den Blick auf den Boden richten sollte, erklärt im Interview Georg Forster, Vorstandsvorsitzender Ecovin – Bundesverband Ökologischer Weinbau.

Birgit Farnleitner auf der FiBL Saatgutkonferenz 2026
Bio? Logisch!

Bio-Karotte mit konventionellen Wurzeln – aber nicht mehr lange

Paukenschlag mit Ansage: Ab dem 1. Januar 2037 darf die ökologische Landwirtschaft in der gesamten Europäischen Union ausschließlich Bio-Saat- und Pflanzgut verwenden. Noch sind die Abhängigkeiten von konventionellem Material – Beispiel Bio-Karotte mit 95 Prozent – immens. Um den Weg für das durchaus ambitionierte Ziel zu ebnen, trafen sich im hessischen Dipperz Akteure der Wertschöpfungsketten nebst Verbänden zur Saatgutkonferenz des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).